Drei deutsche Werftarbeiter
und ihre Odyssee im Herzen Afrikas
Drei Männer transportieren für Kaiser
Wilhelm ein Dampfschiff in Einzelteilen nach Afrika, um es am Tanganikasee
zusammenzubauen. Zu Beginn der Odyssee sind die drei norddeutschen Werftarbeiter
fasziniert vom kolonialen Charme Deutsch-Ostafrikas, aber dann bricht der Erste
Weltkrieg aus. Plötzlich werden Nachbarn zu Feinden und Gegner zu Freunden.
Keiner will, aber jeder muss Krieg führen vor der pittoresken Kulisse des
tropischen Sees. Und jeder versucht, mit heiler Haut davonzukommen in einer aus
den Fugen geratenden Welt.
Drei norddeutsche
Werftarbeiter werden 1913 von Kaiser Wilhelm II. beauftragt, ein Dampfschiff in
seine Einzelteile zu zerlegen und am Tanganikasee südlich des Kilimandscharo
wieder zusammenzusetzen. Der Monarch will damit seine imperialen Ansprüche
unterstreichen. Die drei Männer fahren nach Deutsch-Ostafrika mit der Aussicht
auf guten Verdienst, lassen sich bezaubern von der exotischen Kulisse und der
schönen Gouverneurin, geraten aber rasch in das gewalttätige Räderwerk des
Kolonialismus, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Zur gleichen Zeit beauftragt
Winston Churchill den exzentrischen, aber liebenswerten Oberleutnant Spicer
Simson, zwei Kanonenboote über Land durch halb Afrika an den Tanganikasee zu
schleppen. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, liegen sich Deutsche und Briten an
seinen Ufern gegenüber. Keiner will, aber jeder muss Krieg führen vor der
pittoresken Kulisse des tropischen Sees. Alle sind sie Gefangene der Zeit, in
der sie leben, und jeder hat seine eigene Art, damit fertig zu werden.
"Was Alex Capus interessiert,
sind ganz alte Themen: die Verheißungen und Hindernisse des Glücks."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Alex Capus, geb. 1961 in
Frankreich, Studium der Geschichte und Philosophie in Basel. Journalist bei
verschiedenen Schweizer Tageszeitungen. Der Autor lebt heute als freier
Schriftsteller in Olten