"Ich hörte sagen": Paul Celans Vortrag offenbart, wie sehr dieser Dichter aus und in der Sprache lebt, wie er spricht, um zu leben. Die gleiche Konzentration auf das Wort fordert er auch von seinen Hörern.
Die "Todesfuge" beschwört in geradezu zynischer Musikalität den Massenmord in den Konzentrationslagern. Sein Werk zeigt, daß auch nach Auschwitz Lyrik noch möglich ist, wenn sie die bittere Realität nicht verdeckt.
Paul Celan, geboren 1920 in Czernowitz in der Bukowina, entkam durch Flucht dem Holocaust und lebte seit 1948 in Paris. 1960 erhielt er den Georg-Büchner-Preis für sein lyrisches Werk und seine meisterhaften Übersetzungen.1970 wählte er den Freitod.
20,00€ TTC