Bildformat: 16:9 (1.78:1)
Sprache / Tonformat: Deutsch, Türkisch (Dolby
Digital Stereo & 5.1)
Untertitel für Hörgeschädigte:
Deutsch
Ländercode: 2
Extras: Alle Filme der Edition im Überblick
u.a.
Ali bietet der in die Jahre
gekommenen Prostituierten Yeter an, ihren Job an den Nagel zu hängen und bei ihm
Zuhause zu arbeiten. Sie willigt ein. Als Ali sie aber herumkommandieren will
kommt es zur Auseinandersetzung, Yeter stürzt und stirbt. Alis Sohn Netar lässt
Deutschland hinter sich und wagt einen Neubeginn in dem ihm fremden Istanbul.
Gleichzeitig verliebt sich die Studentin Charlotte zum Verdruss ihrer Mutter in
die Illegale Ayten. Als Ayten geschnappt und ausgewiesen wird, reist Charlotte
ihr hinterher.
War sein "Gegen die Wand" nach Aussagen von
Berlinale-Jurypräsidentin Frances McDormand noch "Rock'n'Roll", schlägt Fatih
Akin im zweiten Teil seiner "Liebe, Tod und Teufel"-Trilogie deutlich ruhigere
Töne an, ohne dass der Filmemacher seine bekannten Themen, vor allem der
Zusammenprall und der Versuch der Vereinigung von deutscher und türkischer
Kultur, vernachlässigen würde. Streng konzipiert und mit dem Blick eines
erwachsenen Filmemachers umgesetzt, ist "Auf der anderen Seite" eines der
Highlights des europäischen Kinos 2007.
Fatih Akin, geboren 1973, ist
ein interessanter und erfolgreicher Regisseur. Akins erster Spielfilm, das
düstere Milieudrama "Kurz und schmerzlos" (1998), erhielt insgesamt neun Preise,
darunter den Bronzenen Leoparden (Locarno), den Adolf-Grimme-Preis und den
Bayerischen Filmpreis. Seine Vielseitigkeit als Filmemacher zeigte Fatih Akin
anschließend mit dem romantischen Roadmovie "Im Juli", der Dokumentation "Wir
haben vergessen zurückzukehren" (beide 2000) und "Solino" (2002). Für sein
bisheriges Schaffen wurde Fatih Akin 2002 mit dem DEFA-Nachwuchspreis geehrt