Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, reißtdas Läuten des Telefons vier Geschwister aus ihrem Alltag: Gerade ist der Vater, das"Zentralgestirn"der Familie, gestorben. Unter dem Eindruck der Todesnachricht erkennen die längst erwachsenen Kinder auch den eigenen Lebensweg in unerbittlicher Schärfe. Nur der jüngste Bruder ist nicht zu erreichen. Niemand aus der Familie ahnt, daß er die ungelebten Träume seines Vaters auf eigenwillige Art wahrmacht.
Aus den Reaktionen der fünf Geschwister kristallisiert sich ein raffiniert erzählter Roman über Erinnerungen, nachgetragene Liebe und die Familie, die auch dann noch unser Leben bestimmt, wenn wir meinen, sie längst hinter uns gelassen zu haben. Selten ist dieser einschneidende Moment eindrucksvoller eingefangen worden als in diesem Roman.
Tanja Dückers wurde 1968 in Westberlin geboren. Sie studierte Nordamerikanistik, Germanistik und Kunstgeschichte. Neben Prosa und Lyrik schreibt sie Essays, Hörspiele und Theaterstücke. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, die sie u. a. nach Kalifornien, Pennsylvania, Gotland, Barcelona, Prag und Krakau führten. Sie lebt in Berlin.
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