Im neuen fulminanten und
vielstimmigen Roman von Katharina Hacker hat es die Protagonisten, in den
Vierzigern, aus ganz unterschiedlichen Gründen, von der deutschen Provinz nach
Berlin verschlagen. Alix, Anton und die anderen Freunde, die sich eher zufällig
kennengelernt haben, treffen sich regelmäßig bei den Eltern von Alix, meistens
Sonntags, und man wandert, in wechselnden Gruppen, um den
Schlachtensee.
Viele der Freunde sind "in der Mitte des Lebens"
angekommen - und in diesem Winter in der Mitte des ersten Jahrzehnts des neuen
Jahrhunderts haben sie auf so vieles zu reagieren, daß sie ihre Geschichte
rekapitulieren, erzählen, wie sie aus welchen Gründen so geworden sind, wie sie
nun zu Beginn der zweiten Lebenshälfte sind.
Der Kunst von Katharina
Hacker ist es zu verdanken, wenn jeder und jede einzelne mit eigener
unverwechselbare Stimme vom Lauf der Dinge berichtet, jeder und jedem dasselbe
Erzählrecht zusteht - und so ein Kosmos entsteht, in dem deutsche Geschichte,
vergangen und gegenwärtig, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet,
auf jeder Buchseite dieses Romans sich versammeln.
Katharina Hacker, 1967 in
Frankfurt am Main geboren und aufgewachsen, studierte Philosophie, Geschichte
und Judaistik in Freiburg und Jerusalem. Sie arbeitete mehrere Jahre in Israel
und lebt seit 1996 als Autorin in Berlin.
Katharina Hacker wurde zur
Stadtschreiberin 2005/2006 von Bergen-Enkheim gewählt.