Spannend, zärtlich und mit
poetischer Kraft erzählt Pascale Hugues die Geschichte ihrer Großmütter. Eine
ungewöhnliche Familiengeschichte, in der ein Stück brisanter
deutsch-französischer Geschichte auflebt.Marthe und Mathilde wurden 1902 geboren
und lebten beinahe hundert Jahre. Sie starben im Abstand von nur wenigen Wochen.
Mathilde entstammte einer deutschen Familie, die in dem Haus der Familie von
Marthe wohnte, guter französischer Patrioten. Seite an Seite wanderten sie durch
das 20. Jahrhundert. Dreimal mussten sie die Nationalität wechseln, die
Übernahme des Elsass und die Vertreibung der Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg
wurden für Mathilde zu einem traumatischen Erlebnis. Aber Marthe blieb ihrer
Freundin treu. Die Freundschaft der beiden Frauen hielt ein ganzes Leben.Auch
von weiteren Frauengestalten der Familie wird eindrucksvoll erzählt, so von
Mathildes Schwester Georgette, die in Berlin-Adlershof die erste weltliche
Schule Preußens gründete. "Die Frauen meiner Familie", so Pascale Hugues,
"wollten immer die Welt verändern."
Pascale Hugues, geboren 1959
in Straßburg, war von 1986 bis 1989 Korrespondentin der Tageszeitung
"Libération" in Großbritannien, danach bis 1995 Korrespondentin in Deutschland.
Seit 1995 lebt sie in Berlin und schreibt regelmäßig für das Wochenmagazin
"Point" und verschiedene deutsche Zeitungen, u.a. die" tageszeitung" und den
"Tagesspiegel".