"Ihr meint also, eine Diktatur
wäre bei uns heute nicht mehr möglich?". Der Lehrer Rainer Wenger will seinen
Schülern das Gegenteil beweisen und sie zu willenlosen Befehlsempfängern machen.
Das Experiment gerät außer Kontrolle ...
"Wogegen sollen wir denn heute
noch rebellieren? Es hat doch eh alles keinen Wert mehr."
Rainer (Jürgen
Vogel) ist sauer. Der Gymnasiallehrer hat für die anstehende Projektwoche zum
Thema "Staatsformen" das Thema Autokratie zugeteilt bekommen. Nicht gerade sein
Steckenpferd. Der Versuch, mit einem Kollegen Themen zu tauschen, scheitert. Als
ehemaliger Hausbesetzer und Linker beansprucht er selbstverständlich das Thema
Anarchie für sich. Währenddessen spielen sich in der Theater-AG Dramen ab.
Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" steht auf dem Spielplan. Dennis, der
Regisseur, verzweifelt über seine Darsteller. Karo zofft sich mit dem
Klassenclown Ferdi, der sich nicht an den Text halten möchte.
In der
Schwimmhalle schlägt Marco wütend ins Wasser. Das Wasserballturnier läuft mies,
trotz harten Trainings und aggressivem Spiel kommen sie nicht gegen die
gegnerische Mannschaft an. Und dafür gibt's auch noch einen Rüffel von Rainer,
der die Mannschaft trainiert, "sie sollen endlich mal zusammen spielen". Frust
ist angesagt. Nach Hause möchte er auch nicht. Da ist die Mutter mit ihrem
jungen Liebhaber. Dann schon lieber zu seiner Freundin Karo. Die hat wenigstens
ein richtiges, ein liebevolles Elternhaus. Auch wenn es zwischen Marco und Karo
in letzter Zeit immer häufiger Stress gibt. Entspannung gibt's zum Glück am
Wochenende im Club "Casino", dem In-Treffpunkt der Oberstufler.